Kann das wirklich passiert sein, fragen sich die Einwohner*innen. Niemand reagiert, stattdessen wird spekuliert, woher es kommt und wie viele Hörner es hat. Wenig später stürmt ein zweites Nashorn vorbei und kurz darauf erfasst das Unglück die ganze Stadt: Einwohner*innen fühlen sich nicht gut, ihre Haut verhärtet sich zu einem Panzer, ihre Stimmen werden heiser, bis sie nur noch schnaufen. Adern schwellen an, die Körpertemperatur schießt in die Höhe und schließlich werden sie selbst zu Nashörnern, die durch Wände brechen, Häuser ins Wanken bringen und alles zertrampeln. Am Ende bleibt nur noch ein Mensch übrig.
„Die Nashörner“ von Ionesco erzählt von der Auflösung des Individuums in der Masse und fragt nach der Verführbarkeit und der Gefahr, die darin liegt.
Choreograf*in URSina Tossi verwandelt den modernen Klassiker in ein Tanzstück mit integrierter künstlerischer Audiodeskription für Menschen mit und ohne Sehbehinderungen.
Texte von Volker Braun, Kerstin Hensel, Sarah Kirsch, Wulf Kirsten, Uwe Kolbe, Reiner Kunze, Richard Leising, Kito Lorenc, Regina Scheer u. a. Es lesen Sanila Bludova, Golo von Engelhardt, Linus …
Die Zeit verfliegt auf öffentlichen Plätzen und in U-Bahnen, für Einwohnerinnen, Touristinnen, Architektinnen und Obdachlose. Herausgebrochene Pflastersteine warten. Wir betrachten die offene Stelle im Bürgersteig, beginnen die Steine zu sammeln …
Druckverfahren bieten vielfältige, künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten. Im ersten Teil steht der Linolschnitt im Mittelpunkt. Bei diesem wird mit speziellem Werkzeug in eine Linoleumplatte ein Negativmuster geschnitten. Im zweiten Teil wird die …
Vehicular traffic in Europe underwent a revolution between the years 1500 to 1800, affecting all aspects of social, cultural, and economic life. In this talk, historian Daniel Jütte approaches the …